Hopfen und Baldrian – Wirkung, Anwendung, Gute Produkte

Seit vielen Jahrhunderten werden Extrakte aus der Baldrianwurzel zur Behandlung von Schlafstörungen und innerer Unruhe genutzt. Schon damals wurde die wirksame Heilpflanze mit anderen Heilpflanzen wie Melisse oder Hopfen gemischt, um noch wirkungsvollere Arzneien zu kreieren.

Hopfen hat sich als Mittel gegen depressive Verstimmungen, Nervosität, Angstzuständen und Schlafstörungen schon bei Generationen von Patienten einen guten Namen gemacht. Heutzutage sind Kombinationspräparate aus Hopfen und Baldrian für ihre lindernde Wirkung bekannt.

Anwendungsgebiete für Hopfen-Baldrian-Kombinationspräparate

Während reine Baldrian-Präparate hauptsächlich als pflanzliche Einschlafhilfen eingesetzt werden, finden Hopfen-Baldrian-Kombinationspräparate in der Phytotherapie gegen Angst- und Spannungszustände verordnet.

In der Regel werden Baldrianwurzel und Hopfenzapfen für die Herstellung von Tropfen oder Tabletten gemischt. Diese pflanzlichen Arzneimittel eignen sich zur Therapie von Personen mit leichten bis mittelschweren Angstzuständen.

Eine mittel- bis langfristige Behandlung ist damit möglich. Mit der Gabe eines Hopfen-Baldrian-Kombinationspräparats können nicht nur die Ängste, sondern auch die Folgezustände gebessert werden. So werden die Präparate auch gegen Niedergeschlagenheit, Resignation, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, vegetative Störungen, funktionelle Beschwerden und aggressive Tendenzen eingesetzt.

Wirkung von Hopfen- Baldrian-Kombinationspräparaten

Baldrianextrakt erhöht die in-vitro-Konzentration von g-Aminobuttersäure in den Synapsen von Neuronen. Eine Wirkungsweise, die auch von Benzodiazpinen bekannt ist.

Zudem wirkt sich das Baldrianextrakt auch auf die Adenosin-1-Rezeptoren aus. Der Adenosin-Spiegel, welcher abends relativ hoch und morgens recht niedrig ist, stellt einen wichtigen Faktor beim Schlafen dar. Die Pharmakologie von Hopfen ist weniger bekannt. Bei der Lagerung von Hopfen entsteht allerdings ein Abbauprodukt der Phloroglucinderivate Humulon und Lupulon, welche deutlich sedierend und beruhigend wirken.

Therapie mit Hopfen

Grundsätzlich benötigen die Kombipräparate immer eine gewisse Anlaufzeit, bis sich ein Behandlungserfolg einstellt. So wird ein Problem mit den pflanzlichen Arzneimitteln nicht innerhalb weniger Minuten behoben – es ist keine Akutmedizin. Bis die Beschwerden nachlassen, ist eine kontinuierlich Anwendung des Präparats über einen Zeitraum von mindestens 2 bis 4 Wochen notwendig. Als Notfallmedikation bei urplötzlich auftretenden Symptomen sind die Hopfen-Baldrian-Präparate entsprechend nicht geeignet. Zudem sollte bei unbekannten Symptomen ohnehin erst ein Arzt konsultiert werden.

Dosierung

Damit die pflanzlichen Arzneimittel eine optimale Wirkung erzielen können, sollten die Wirkstoffe möglichst hoch dosiert eingenommen werden. Die empfohlene Tagesdosis des Herstellers sollte dabei eingehalten werden. Ab und zu einmal eine Tablette einzuwerfen, bringt gar nichts.

Die empfohlene Tagesdosis bei Kombinationsmitteln liegt in etwa bei 1500 mg Baldrianwurzel, 130 mg Hopfen und 270 mg Melisse. In der Regel empfehlen die Hersteller eine maximale Tagesdosis von 6 bis 8 Tabletten je nach Präparat.

Diese Tagesdosis sollte möglichst weder unter- noch überschritten werden, um eine optimale, sichere Wirkung zu gewährleisten. Doch wie angemerkt – jeder Hersteller verwendet seine eigene Kombination und deswegen ist es wichtig, die Packungsbeilage zu beachten und sich an die Dosierungsempfehlung zu halten.

“sanfte Medizin” oder mit Nebenwirkungen behaftet?

In der Regel werden pflanzliche Arzneimittel gut vertragen. Trotzdem können in seltenen Fällen Kontraindikationen und Nebenwirkungen auftreten. Daher sind auch Hopfen-Baldrian-Präparate nicht prinzipiell für jedermann geeignet und nebenwirkungsfrei. Wie bei allen Arzneimitteln sollte daher immer die Packungsbeilage sorgfältig gelesen und beachtet werden. Allergiker, Kinder unter 12 Jahren, Schwangere und stillende Mütter sollten die Präparate mit Bedacht auswählen.

Viele Hersteller raten von einer Anwendung während der Schwangerschaft sogar explizit ab. Da die Präparate zur Selbstmedikation freigegeben und ohne Rezept in der Apotheke bezogen werden können, müssen Patienten beachten, dass jedes dieser Phytotherapeutika sein eigenes Wirkungsprofil hat. Im Zweifelsfall sollte daher immer Rücksprache mit einem Arzt genommen werden.

Meine Kaufempfehlung

Die Einschlafdragees von Zirkulin enthalten pro Dragee 160 mg Baldrianwurzel-Trockenextrakt und 40 mg Hopfenzapfen-Trockenextrakt. Der Hersteller empfiehlt eine Dosierung von bis zu dreimal täglich zwei Tabletten.

Zur Behandlung von Schlafstörungen sollten die Dragees mit einem Glas Wasser etwa eine halbe bis ganze Stunde vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Wie bei jeglicher Selbstmediaktion gilt auch bei diesem Präparat: Halten die Beschwerden länger als zwei Wochen an, verschlimmern sich oder scheinen eine Allergie auszulösen, ist ein Arztbesuch angesagt.

Generell eignen sich die Baldrian-Hopfen-Basis ausgezeichnet, um bei Ein- oder Durchschlafstörungen zu helfen. Der Wirkungseintritt findet rund zwei bis vier Wochen nach der ersten Einnahme statt und ein Blick auf die vielen positiven Erfahrungswerte verschiedener Anwender bestätigt die zeitverzögerte Wirkung immer wieder.

 

Bitte beachten Sie, dass diese Seite hier kein Ersatz für den Besuch bei einem anerkannten Arzt sein kann. Bei Baldrian handelt es sich um ein Naturprodukt, welches ebenfalls Nebenwirkungen aufweisen kann. Ich möchte mit diesen Informationen eine persönliche Weiterbildung zum Thema ermöglichen und keine Empfehlung zur Selbstmedikation oder Diagnose aussprechen. Ich übernehme keine Haftung oder Garantie über die Korrektheit und Aktualität der hier dargestellten Informationen. Eine Einnahme von Präparaten erfolgt stets auf eigene Verantwortung! Bitte sprechen Sie zuvor immer mit einem Apotheker oder Ihrem Arzt!