Baldrian für Hunde

Ein Hund bereichert in viele Haushalten das Leben der Zweibeiner. Allerdings kann das Zusammenleben mit einem Vierbeiner die eigenen Bedürfnisse schon mal auf den Kopf stellen – der Partner auf vier Pfoten benötigt Hilfe, was gelegentlich schon im Vorfeld ersichtlich wird.

So sind etwa viele Hunde ängstliche Mitfahrer im Auto, sie regen sich beim Tierarzt auf oder sie geraten an Silvester in eine regelrechte Panik. Kann hier eine Heilpflanze tatsächlich helfen, einem ängstlichen Hund Ruhe und Sicherheit zu geben? Ja, Baldrian kann das, sofern einige Aspekte beachtet werden. Weiter gibt es natürlich Situationen, die einen Hund dauerhaft unter Stress setzen, auch hier kann eine bedachte Medikation mit Baldrian hilfreich wirken.

Allerdings ist und bleibt aber der Tierarzt der erste Ansprechpartner, wenn es um die physische und psychische Gesundheit des Tieres geht.

Ein kleiner Überblick

Steht ein Hund unter Stress, äußerst sich das durch verschiedene Symptome. Manche hecheln, einige rennen aufgeregt hin und her, bekommen Verdauungsprobleme oder verkriechen sich still in eine Ecke, wirken fast schon apathisch. Baldrian setzt genau bei solchen Beschwerden an.

Die Heilpflanze wirkt beruhigend, ausgleichend und entspannend. Valeriana officinalis – so der wissenschaftliche Name des Heilkrautes wirkt demzufolge nicht nur bei uns Menschen beruhigend, sondern auch beim Hund. Dafür sorgen bestimmte Inhaltsstoffe der Pflanze, die an die Hormonproduktion im Gehirn andocken. Und keine Angst – Baldrian wirkt nicht so, dass der vierbeinige Freund fortan nur noch schläft! Das Tier zeigt lediglich ein ausgeglicheneres Wesen, sein Stresspegel erhöht sich, er verkraftet bestimmte Umstände (Tierarzt, Silvester, Autofahren..) einfach nur besser.

Wie wird die Heilpflanze deinem Vierbeiner verabreicht?

Die unfassbar feine Nase eines Hundes riecht Unangenehmes sofort. Und Baldrian hat einen strengen Geruch, den das Tier wahrlich nicht „zum Fressen gern hat“. Doch es gibt Mittel und Wege, das Tier zu überlisten. Baldrian in Tablettenform kann beispielsweise in einen Happen Leberwurst versteckt werden, Tropfen kommen ins Nassfutter und werden dort gut verrührt. Einige Fellnasen reagieren sehr gut auf das Beträufeln von Baldrian im Brustbereich. Durch die Körperwärme steigt der Wirkstoff quasi direkt in die Nase des Tieres, doch nicht jeder Hund mag dies „Düfte“. Deshalb gilt es abzuwägen und auszuprobieren, ob diese Anwendung sinnvoll ist.

Die Dosierung

Bezüglich der Dosierung sollte entweder der Empfehlung des Tierarztes gefolgt werden oder die Herstellerhinweise auf der Verpackung eines selbst gekauften Präparates beachtet werden – allerdings empfiehlt es sich auch in diesem Fall, einen Tierarzt zu konsultieren. Das hat den einfachen Grund, dass Baldrian bei falscher Dosierung einen gegenteiligen Effekt hervorrufen kann. Die exakte Dosierung hängt von einigen Aspekten ab. Die Größe des Hundes, seine Rasse, sein allgemeiner Gesundheitszustand, seine Veranlagungen – alles Faktoren, die ein Tierarzt in Bezug auf die Dosierung gut einschätzen kann.

Da Baldrian (für Menschen) gerne in Tropfenform mit Ethanol angeboten wird, ist hier unbedingt darauf zu achten, dass sich kein Alkohol in dem Medikament versteckt!

Die Anwendung

Baldrian ist ein starkes Naturheilmittel, das weder beim Mensch noch beim Hund als Akutmedikament eingesetzt werden kann. Mindestens eine Woche vor dem „furchterregenden“ Ereignis sollte mit der Behandlung begonnen werden. Und ein generell unsicherer Hund kann vielleicht auch länger mit der Heilpflanze behandelt werden, das wiederum sollte ein Tierdoktor entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass diese Seite hier kein Ersatz für den Besuch bei einem anerkannten Arzt sein kann. Bei Baldrian handelt es sich um ein Naturprodukt, welches ebenfalls Nebenwirkungen aufweisen kann. Ich möchte mit diesen Informationen eine persönliche Weiterbildung zum Thema ermöglichen und keine Empfehlung zur Selbstmedikation oder Diagnose aussprechen. Ich übernehme keine Haftung oder Garantie über die Korrektheit und Aktualität der hier dargestellten Informationen. Eine Einnahme von Präparaten erfolgt stets auf eigene Verantwortung! Bitte sprechen Sie zuvor immer mit einem Apotheker oder Ihrem Arzt!